Die Begegnung der dritten Art
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Ich war gerade dabei mein Zelt aufzubauen, da kam mir ein Wachmitglied entgegen. In der
mir eigenen aktionslüsternen Art rannte ich hinterher und später auch vorbei. Meine
Hoffnungen erfüllten sich leider nicht gänzlich. Am Sportplatzende lungerten zwei Faschos
nebst Kampfhundmischling rum. Das ist ja auch schon was. Vollkommen korrekt wies unser
Schutz die Typen auf die strafbare Handlung des Betretens von Privatgelände hin und
verwies sie auch von diesem. Der eine flüsterte immer so was wie "...ok., lass mal,
komm jetzt" oder "is ja gut".
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Der andere wollte es offensichtlich ganz genau wissen, wie die Straße schmeckt. Er faselte
immer von "... Ihr Zeckenschweine, ich hau euch alle um, los komm jezt Mann gegen
Mann" und dass wir nicht wissen, wer er wäre. Das ist richtig, aber wen interessiert
so ein Kniebeißer schon? Sein total debiler Hund hielt das alles für ein nettes Spielchen
und kuschelte derweil mit einem Antifa. Der Gockel bauschte sich plötzlich auf, babbelte
etwas von 12 Jahren Kampferfahrung, wobei er aussah, als ob er gleich auf den Arsch fällt.
Ich glaub er hielt das für eine geignete Kampfstellung. Ich kann aus 16 Jahren
Kampfsporterfahrung sagen, dass ich nicht mal als Orangegurt erhöhten Blutdruck gehabt
hätte. Sie gingen dann auch langsam weg, ohne ständig und immer wiederkehrend Ihre
Wichtigkeit zu betonen, uns zu versichern, dass Sie wiederkämen, und dass wir alles
Zeckenschweine wären. Das ermüdete alle Beteiligten zunehmmend, so dass wir Ihm am Ende
noch über 70 m im Chor unser total gelangweiltes "JA" hinterherriefen. Wir
gingen dann alle zurück und haben einerseits herzlich gelacht, und andererseits ob der
verpassten Chance der körperlichen Züchtigung dieses Nazis gehadert. Meine persönliche
Hoffnung war ja, er hätte einen von uns angegriffen. Das wäre mir ein schönes
Urlaubsgeschenk gewesen.
Also für alle von Euch! Er wollte wiederkommen, damit wir noch mehr zu lachen haben. Haltet
die Augen auf, denn ich will den Spaß nicht verpassen!
D. aus B.
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