Entwicklungspolitik und Flüchtlingsabwehr in der EU

Daß "Entwicklungshilfe" kaum selbstlose Gefälligkeit, sondern oft genug ein Mittel der Außenpolitik oder gar der Exportförderung der eigenen Wirtschaft ist, ist ein offenes Geheimnis. Eine besonders aufschlußreiches Beispiel dafür bietet die neuartige Praxis der EU, Gelder in der Entwicklungszusammenarbeit an sogenannte Flüchtlingsrückübernahmeabkommen zu koppeln - frei nach dem Motto "Wenn Ihr uns von diesen lästigen Asylsuchenden befreit, lassen wir auch ein paar Euro springen". So wird die vermeintlich humanitäre Geste ein weiterer Baustein in der Mauer, mit der die Festung Europa sich gegenüber dem Süden abschottet.

Donnerstag, 13. Dezember, 20 Uhr Aula des Welthaus (2. Stock), An der Schanz 1 Referent: Heiko Möhle, BUKO Arbeitsschwerpunkt Rassismus und Flüchtlingspolitik