| 26.9.2000 - Den Widerstand gegen IWF/Weltbank organisieren! | ||
Kampf der neoliberalen
IWF/Weltbank - Politik!
|
|
GEGEN IWF UND WELTBANK IN PRAG VORGEHEN! |
|
Vom 21. bis 18. September treffen sich in Prag mehr als 20.000 Vertreter von IWF und Weltbank, die dort ganz im Zeichen des Neoliberalismus über Strategien zur Perfektionierung des weltweiten Kapitalismus zu beraten, um mit den Veränderungen der weltpolitischen Lage der letzten zehn Jahre Schritt zu halten. Ziele und Auswirkungen der Politik von IWF und Weltbank sind verheerend: Die "Erschliessung von Rohstoff- und Arbeitsmärkten" bedeutet nichts anderes als verschärfte Ausbeutung (und Erwerbslosigkeit für alle, die im globalen Kapitalismus nicht verwertbar sind), Einschnitte in staatliche Sozial- und Gesundheitsysteme, die in den Ländern des Trikont oftmals tödliche Folgen für Hunderttausende nach sich ziehen und ein Bildungswesen, das wieder zum Luxus derjenigen wird, die es sich leisten können. Herrschte
bei IWF-/Weltbanktagungen und ähnlichen Veranstaltungen in den letzten
Jahren relative "Ruhe", so formiert sich inzwischen ein wachsendes
Bewußtsein auch in den Industriestaaten dass der Kapitalismus weder
das goldene Zeitalter von "Freiheit", "Menschenrechten" und "Wohlstand
für alle" noch das "Ende der Geschichte" darstellt - und dieses
Bewußtsein hat auch einen konkreten Ausdruck bekommen: Der militante
Widerstand gegen die Tagungen der Welthandelsorganisation (WTO)
in Seattle und Davos.
Der Kapitalismus hat nicht gesiegt
er ist nur übrig geblieben !
Als
Beispiel läßt sich auch die Tschechische Republik heranziehen -
das Land, in dem das Treffen stattfinden wird. 1990 akzeptierte
die tschechische Regierung ein Strukturanpassungsprogramm (SAP)
und erhielt einen 3,9 Milliarden Dollar Kredit. Von diesem Zeitpunkt
an haben alle Regierungen mit größerer oder geringerer Intensität,
eine Politik der Liberalisierungen, Deregulierungen, Privatisierungen,
hohen Zinsen und Kürzungen in den öffentlichen Ausgaben verfolgt
- eine Politik, die im Interesse der Konzerne liegt und die den
betroffenen Ländern von IWF und Weltbank aufgezwungen wird. Das
Resultat ist die zunehmende Verschärfung der Klassensätze. In den
vergangenen Jahren sind die Einkommen der Lohnabhängigen in der
tschechischen Republik dramatisch gefallen. Der Wert der Sozialleistungen
ist seit 1997 um 44% gefallen und um 60% gegenüber dem Bruttosozialprodukt
von 1991. WIDERSTAND VON UNTEN: Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln, für den Sozialismus!!! Die
nächste Gelegenheit, diesen Widerstand auf die Strasse zu tragen,
ist das IWF- und Weltbanktreffen in Prag. Die großteils militanten
Massenproteste gegen die IWF/Weltbank und WTO-Treffen und weltweite
Aktionstage verdeutlichen, dass sich erneut Widerstand gegen die
globale Ausdehnung des Kapitals aufbaut. Es handelt sich dabei zwar
bislang noch nicht um eine klar strukturierte Bewegung mit einer
gemeinsamen Stossrichtung, dafür aber um eine breite Aktionsplattform
verschiedenster Gruppen und Bewegungen weltweit - das Spektrum reicht
von GraswurzelanarchistInnen über AntiImps und autonome AntifaschistInnen
bis hin zu eher reformistisch und sozialstaatlich orientierten Gewerkschaften.
Insbesondere in Osteuropa findet eine starke Mobilisierung der radikalen
Linken statt - insgesamt wird in den Tagen vom 21. bis 28. September
2000 mit bis zu 70.000 IWF-GegnerInnen in Prag gerechnet. - Autonome Antifa [M] - September 2000- |